„Die Lehrer sollen nicht wissen, dass ich Palästinenser bin“ – Muslimische Jugendliche nach dem 7. Oktober in der Zerreißprobe

Es wurde seit dem 7. Oktober sehr viel über Antisemitismus aus muslimischen Kontexten geschrieben und debattiert. Oft wurde dabei übersehen, dass es es zeitgleich noch zu anderen Verwerfungen kam, die Menschen muslimischen Glaubens und dabei unmittelbar viele muslimische Schülerinnen und Schüler zur Projektionsfläche von Misstrauen und Verurteilung in einer sehr pauschalisierten Form gemacht haben. Diese antimuslimisch und insbesondere auch antipalästinensisch geprägten Verwerfungen sind nicht harmlos, sondern besitzen in Anbetracht von weit über fünf Millionen Musliminnen und Muslimen in Deutschland vor allem in den jüngeren Generationen eine hohe gesellschaftliche und auch ethische Brisanz. Auf dieses oft nur still verhandelte, aber an sich…

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Kolumne „Ein Spruch“ (3): Hört auf zu schießen!

Die israelische Tageszeitung Haaretz stellt fest, dass infolge der harten Kriegsführung Israels gegen die Hamas 17.000 Kinder im Gaza-Streifen gestorben sind. 17.000 tote Kinder – und zahllose traumatisierte, verwaiste und verstümmelte Seelen. Die Menschlichkeit sagt: Jeder von ihnen ist weder mehr noch weniger wichtig und wertvoll, als der in der Geiselhaft der Hamas gestorbene kleine Israeli Kfir Bibas. Am Gipfel der Macht Netanyahus und des expansionistischen und militaristischen Flügels der Zionisten wird die Welt zugleich zum Zeugen des Verblassens des Mythos vom Bollwerk der "westlichen Zivilisation" gegen "Barbaren", des Mythos von der "einzigen Demokratie in Nahost".Israel hat sich nicht nur von…

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Quelle: Haaretz.com (https://www.haaretz.com/israel-news/2025-06-26/ty-article-magazine/.premium/title/00000197-6464-db73-aff7-7d6c5af30001)

Kolumne „Ein Spruch“ (2): Wie man sich erfolgreich muslimische Antisemiten heranzieht

„Wir müssen Antisemitismus in allen Formen bekämpfen“ - die Republik diskutiert seit dem Hamas-Anschlag am 7. Oktober 2023 auf Israel darüber, was gegen das Phänomen des Antisemitismus in Deutschland, vor allem auch aus muslimischen Kontexten, getan werden sollte. Auch ich schreibe und rede darüber. Aber wenn es still wird und ich den Tag Revue passieren lasse, nagen seit Jahren schon Zweifel an meiner Großhirnrinde: Meinen „die anderen“ wirklich immer dasselbe wie ich, wenn sie über Antisemitismus bei Muslimen reden? Diese Zweifel rühren nicht aus dem nichts. Erstens machen sie sich an den Wortgebilden fest, die „die anderen“ bei der Beschreibung des…

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Quelle: Haaretz (https://www.haaretz.com/opinion/editorial/2025-05-07/ty-article-opinion/we-must-not-avert-our-eyes-from-images-of-dead-children-in-gaza)

44 Thesen zur aktuellen Eskalation in Nahost

Möchtest du jetzt allen Ernstes Stellung zur aktuellen Eskalation in Nahost beziehen? - Ja. Aber hast du nicht Angst, dass du falsch verstanden werden könntest, zumal du doch selbst zu einfachen Fragen gerne lange Texte schreibst, und es sich hier laut manchen um den politischen Urkonflikt der Gegenwart schlechthin handelt, der wahnsinnig komplex ist? - Nein. 1) Gut. Dann legen wir mal los: War der Angriff der Hamas am 7. und 8. Oktober auf israelische Zivilisten mit mindestens 1300 Todesopfern, tausenden Verletzten, über hundert Geiselnahmen und Misshandlungen ein terroristischer Akt? - Ja. 2) Und siehst du die Hamas generell als Terrororganisation?…

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Foto: Ralf Roletschek / Roletschek.at