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Randalierer verwüsten Stuttgart. Ich rufe „Allahu akbar“. (22.7.2020)

Was mir durch den Kopf geht nach einem Überfliegen der Nachrichten zu den Randalen und Plünderungen in Stuttgart in der Nacht zum 21.6.20:

1) Viele hundert partygeile Randalierer von der Straße wüten im Zentrum Stuttgarts, also des Ortes, an dem ich lebe.

2) Ein paar der vielen hundert partygeilen Randalierer von der Straße rufen laut bestimmten Medien Allahu akbar.

3) Ich rufe auch Allahu akbar, mal still, mal hörbar zu verschiedensten Anlässen. Mehrmals täglich. Seit Jahrzehnten schon. Und ich werde es weiterhin tun.

4) Viele Muslime rufen Allahu akbar, mal still, mal hörbar zu verschiedensten Anlässen. Mehrmals täglich. Seit Jahrzehnten schon. Und sie werden es weiterhin tun.

5) Bild und viele andere, die seit langem schon vor undifferenzierter Wut auf “den Islam” oder “die Muslime” zerbersten, suchen sich aus den hunderten möglicher Details zu den Vorgängen insbesondere den hier aus: “Randalierer rufen Allahu akbar”.

6) Ich denke mir: Welch gefundenes Fressen!

7) Sie versuchen Zorn auf Muslime, die wie ich regelmäßig “Allahu akbar” rufen oder rufen könnten, sowie gegen “linksgrün versiffte Gutmenschen” zu entzünden, wissen genau, wie man den Nerv der frustrierten Massen trifft.

8) Gefühle der Ohnmacht, der Wut, der Trauer und der Enttäuschung steigen in mir hoch.

9) Ich sehe mich mit der Frage konfrontiert:

9a) Ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen, sodass ich kaum noch etwas höre über Randalierer, Hetzer und Idioten mit und ohne Migrationshintergrund?

9b) Oder jetzt erst recht reden, allerdings ohne erkennbare Aussicht außerhalb meines minimalen Wirkungsradius gehört zu werden?

10) Und immerzu die schmerzhaft hämmernde Frage in mir:

Was wollt ihr von uns?

Was wollt ihr von uns?

Was wollt ihr von uns?